Baracharacher Ruderverein 1884 e.V. 125 Jahre BRV

Sommerwanderfahrt 2012: vom 03.08. - 11.08.2012 auf der Donau von Ingolstadt nach Passau


Bericht von der Sommerwanderfahrt vom 09.07. bis 16.07.2011 auf der Elbe

Mit 17 Teilnehmern fand die diesjährige Sommerruderwanderfahrt auf der Elbe statt. Startort war Schmilka direkt an der deutsch-tschechischen Grenze, kurzfristig festgelegter Zielort Strehla. An der Elbe gibt es so viele Möglichkeiten, Boote einzusetzen und wieder herauszuholen, dass die spontane und nach Wetter und Lust gerichtete Wahl des Zielortes kein Problem darstellte. Während der gesamten Tour wurde auf dem Campingplatz in Coswig gelagert. Dieser befindet sich etwa auf halber Strecke zwischen Start- und Zielort, durch den Coswiger Bahnhof konnte auch Dresden am Ruhetag leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden.


Die erste Etappe führte die Ruderer von Schmilka nach Pirna (30 km). Nach einer langen Anfahrt (1,5 h mit Bootshänger vom Campingplatz bis zum Personenfähranleger in Schmilka) mussten noch die Boote aufgeriggert werden, dann konnte es endlich losgehen. Bei strahlendem Sonnenschein genossen die Ruderer die faszinierenden Landschaftsformen der Sächsischen Schweiz. Durch Bad Schandau und den Kurort Rathen mit seiner bekannten Bastei führte die sich schlängelnde Elbe.
Dank der verhältnismäßig starken Strömung trotz niedrigen Wasserstandes kamen die Ruderer trotz des späten Aufbruchs nach ca. 4 Stunden gemütlicher Ruderzeit in Pirna an. Der Pirnaer Ruderverein zeigte sich sehr freundlich und bot uns an, die Boote sowie auch die Fahrzeuge auf ihrem Gelände abzustellen. Auch gastronomisch gesehen hat der Ruderverein mit seiner Gaststätte einiges zu bieten. Es lohnt sich ebenfalls, der Stadt Pirna (z.B. Marienkirche, Marktplatz, Schloss über dem Ort) einen Besuch abzustatten.

 



Die zweite Ruderetappe führte von Pirna durch Dresden hindurch nach Coswig (39 km). Immer wieder zogen Raddampfer der Sächsischen Dampfschifffahrt vorbei, ansonsten herrscht auf diesem naturnahen und ruhigen Teil der Elbe so gut wie gar kein Schiffsverkehr. Auch Paddelboote sah man kaum, was aber daran liegen mag, dass in Sachsen die Ferien noch nicht begonnen haben. Dafür weiden oft Schafe oder Kühe auf den Wiesen links und rechts des Flusses bis heran ans Wasser. Besonders in Erinnerung bleibt der Streckenabschnitt, der durch Dresden vorbei an den Elbschlössern, den Brühlschen Terrassen und diversen historischen Gebäuden beidseits der Elbe führte.
In Coswig an der Personenfähre Kötitz konnten die Boote gut aus dem Wasser geholt und auf einer Wiese gelagert werden. Von hier aus sind es zu Fuß nur 5 Minuten entlang des Radweges bis zum Campingplatz.

 


Die dritte Etappe war wegen unsicheren Wetters (angesagt waren Gewitter mit Regenmengen bis zu 50l/qm) kürzer. Sie führte vom Campingplatz aus über 21 km nach Seußlitz. Die Hitze war drückend und deswegen ließen wir es langsam angehen. Wasserschlachten sind bei diesem Wetter einfach angenehmer als sportliches Rudern! Immer wieder kühlten sich einige Ruderer in der Elbe ab, anderen war das Wasser zu schmutzig zum Schwimmen. Bezüglich der Wasserqualität gibt es keine eindeutigen Aussagen. Vermutlich lässt sich sagen, dass das Wasser in den letzten Jahren zwar sauberer geworden ist, aber immer noch keine gute Badequalität aufweist. Sehenswert ist auf jeden Fall der Blick auf den Burgberg in Meißen mit Dom und Albrechtsburg. Übrigens: Von den 50l/qm haben wir glücklicherweise nicht einen Tropfen abbekommen, weder auf dem Fluss noch abends auf dem Campingplatz. Lediglich unser Steuermänner schien während der Wasserschlacht eine große Regenwolke über sich gehabt zu haben... ;-)

 

Die vierte und letzte Etappe war ebenfalls nur kurz (20 km), da die Boote noch abgeriggert werden mussten. Ein gut geeigneter Platz dafür ist der Flusskilometer 115 auf der linken Elbeseite. An der Personenfähre befindet sich eine Bakeneinsatzstelle mit ausreichend Wiesenfläche, so dass hier sowohl die Boote abgelegt werden können als auch der Hänger recht gut an den Fluss gefahren werden kann. Da es in diesem Ort ausnahmsweise trotz gegenteiliger Ankündigung im Flussführer kein Gasthaus in der Nähe unserer Anlegestelle mehr gab, das auch geöffnet hatte, holten wir uns im nahen Supermarkt alles für ein wunderbares Picknick, was vor allem der Jugend sehr entgegenkam. Ein alter, zu Sitzgelegenheiten umgebauter Flusskahn bot die passende Umgebung fürs Picknick und Warten auf den Bootshänger, nachdem alle Arbeit erledigt war.

 

Den ersten der beiden Ruhetage verbrachten alle Ruderer in Dresden. Auf dem Programm standen die klassischen Sehenswürdigkeiten wie Zwinger, Semperoper, Frauenkirche, Brühlsche Terrassen usw., aber auch das Einkaufen durfte natürlich vor allem bei den Frauen nicht zu kurz kommen. Ein Besuch lohnt sich auch im ca. 1 km von der Altstadt entfernten Großen Garten, einem Park, in direkter Nachbarschaft der gläsernen Manufaktur von VW, dessen besondere Attraktion die Kindereisenbahn ist.

             

Den zweiten Ruhetag verbrachten die Ruderer mit einem Besuch auf der Bastei bzw. im DDR-Zeitreisemuseum in Radebeul.

Alles in allem war es eine gelungene und runde Woche!

- Die restlichen Fotos gibt es im Fotoalbum! -

Wikipedia Buch zu den Sehenswürdigkeiten

 


 

Bericht der Sommerwanderfahrt 2010 auf der Loire

Man könnte sagen, der BRV bleibt fast schon der Tradition treu, immer mal wieder eine Wanderfahrt im Nachbarland Frankreich durchzuführen und so zog es die 18 Teilnehmer mal wieder auf die Loire, genauer gesagt war der Abschnitt Beaugency - Saumur vom Wanderruderwart Gerhard Ulrich und seinen Helfern aus dem Vorstand ausgewählt worden.  So hatte man in den Jahren 1974, 1996 und 2004 der Loire errudern können, und man hoffte, auf diesem Abschnitt wieder genauso gute Erfahrungen  machen zu können.


Pünktlich ging es am Freitag, den 30. Juli um 3:45 Uhr los nach Amboise. Bei schönem Wetter und einigen Pausen erreichten die Wassersportfreunde gegen 15:30 Uhr den Campingplatz in Amboise an der Loire. Hier war der erste Stützpunkt. Nachdem Zelte und Wohnwagen, Küchenzelt, Tische und Sitzgelegenheiten aufgebaut waren, wurde zu Abend gegessen und der lange Tag sorgte für frühe Nachtruhe.

 

Am darauffolgenden Tag ging es mit den Booten auf dem Hänger nach Beaugency, von wo man die eigentliche Rudertour startete. Bereits aber nach sechs Kilometern mussten die Boote um ein Kernkraftwerk, das den Fluss versprerrte, getragen werden. In Menars, dem Etappenziel dieses Tages, erwartete die Sportler das Schloss der Pompodour. Auf dieser Strecke, wie auch an allen anderen Tagen auf der Loire, waren durch viele Untiefen und Gegenstände wie Überreste von gesprengten Brücken die Steuerleute sehr gefordert. Bei einem Teilstück mussten gar zehn Brücken durchfahren werden!

Bei überwiegend schönem Wetter legten die Ruderer dann auch den ersten ruderfreien Tag ein und so besuchte man das Schloss Chenonceau. Bei den weiteren Etappen hatte man ebenfalls die Gelegenheit, das ein oder andere zu besichtigen, an der Loire waren dies natürlich überwiegend Schlösser, man konnte sich aber auch ganz einfach nur entspannen, baden gehen oder sich den Aufgaben im Stationslager widmen.
Das Essen und Trinken kam natürlich in Frankreich nie zu kurz, sowohl im als auch außerhalb des Bootes waren die Pausen erholsam und auf hohem kulinarischem Niveau.

Nach knapp neun Tagen endete der letzte Tag auf der Loire in Saumur mit seinem schönen Schloss. Der Wanderruderwart mit Familie erwartete schon die ganze Truppe, um die Boote aufzuladen und um die Abreise zum Atlantik vorzubereiten, denn es erwarteten alle noch vier Tage auf der Insel Noirmoutier, der Landschaft, den Häfen, den Gezeiten und der Ruhe gewidmet. Bei Ebbe wurden Muscheln, Seesterne, Austern, Schnecken und so weiter bei einigen Spaziergängen gesammelt. Die Austern wurden gleich gegessen.

Dann waren auch diese zwei Wochen schon wieder vorbei und man machte sich auf die lange Heimreise und nach knapp 15 Stunden kam man mitten in der Nacht wieder an den Mittelrhein.
Nach ausgiebigem Schlaf traf man sich am nächsten Morgen, um alles wieder zu säuben, wegzuräumen und an Ort und Stelle zu bringen und die Erinnerungen an diese tolle Wanderfahrt werden noch viele Jahre nachhaltig in Erinnerung bleiben.

Eine Karte zur Strecke gibt es hier.

 - Weitere Fotos gibt es für Mitglieder im Fotoalbum! -

 


 

Bericht der Sommerwanderfahrt vom 11.07. bis 19.07.2009 rund um Berlin

"Komm holt die Boote raus, wir geh'n auf Wanderfahrt zum Rudern!" - So hieß es, als 23 Ruderinnen und Ruderer vom BRV am Samstag, den 11. Juli zur Sommerwanderfahrt in Richtung Berlin starteten. Geplant waren fünf etwa 20 Kilometer lange Etappen auf Müggelspree und Dahme sowie zahlreichen Seen und diese miteinander verbindenden Kanälen im Südosten der Hauptstadt, außerdem zwei Tage kulturelles Programm in Berlin. Unser Quartier stellte über die gesamte Woche der empfehlenswerte Campingplatz Inter-Camping in Berlin am Krossinsee dar. Von dort aus waren alle Etappenziele gut zu erreichen.

Die ersten beiden Rudertage auf der Müggelspree waren für uns Rhein-Ruderer etwas völlig Neues: ein winzig kleines Flüsschen, das sich ruhig durch wunderschöne, unberührte Landschaft zog. An vielen Stellen war das Überholen unmöglich, die mitunter sehr scharfen Kurven forderten einige Konzentration vom Steuermann. So konnte es schon mal vorkommen, dass dieser rein zufällig und ganz aus Versehen bei einem Manöver im Schilf landete...

Der zweite Tag begann dank des tollen Wetters feucht fröhlich mit einer Wasserschlacht. Bei manchem Ruderer war der Einsatz gar zu groß, so dass er vor lauter Eifer kopfüber aus dem Boot fiel. Doch das war nicht weiter schlimm, denn sowohl das Wetter als auch die Gewässer die gesamte Tour über luden zum Baden ein, was viele eifrig taten. Zu bald schon endete jedoch die natürliche Müggelspree in einen der zahlreichen Seen und weiter ging es durch einen Kanal zum Großen Müggelsee. Dieser kann bei windigem Wetter dank seiner Breite zu einer echten Herausforderung werden, doch die Witterung zeigte sich gnädig und wir überquerten ihn nach einer kühlenden Badepause rasch. Direkt hinter dem Müggelsee endete die zweite Etappe beim Berliner Ruderclub Ägir. Bei diesem Verein wurden wir sehr freundlich aufgenommen, weshalb wir ihn unbedingt an anderer Wanderruderer weiterempfehlen!

Nach zwei Rudertagen legten wir dann eine kleine Pause ein und besuchten Berlin. Zur Info für Interessierte: Vom Campingplatz gelangt man mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis ins Berliner Zentrum. Hier schauten wir uns in Gruppen die typischen Sehenswürdigkeiten an.

Am nächsten Tag ging es wieder aufs Wasser. Vom Ruderclub Ägir ruderten wir über die Dahme, einen etwas breiteren aber dennoch ruhigen Fluss ohne nennenswerte Strömung, Richtung Grünau, wo sich eine der Berliner Regattastrecken befindet. Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, die abgesteckten zwei Kilometer mit voller Kraft durchzurudern. Erfreulicherweise konnte jedes unserer Boote seine Klasse gewinnen: der Senioren-Vierer, der Damen-Vierer, der Jugend-Dreier und der Senioren-Zweier. Man muss nur genügend Bootsklassen erfinden, um Erfolg zu haben! Leider blieb der Jubel von den Tribünen aus, denn sie waren unbesetzt. So mussten wir unsere Siege allein feiern, und zwar mit zahlreichen Giant-XXL-Burgern im nahen Westernlokal, das sehr zu empfehlen ist. Dieses Westerlokal verleitete uns im übrigen zudem zu zahlreichen musikalischen Ergüssen.

Der vierte Rudertag führte uns weiter über verschiedene Seen durch ein landschaftlich sehr schönes Gebiet. Die nächste und letzte Ruderetappe sah eigentlich noch einige Kilometer über verbleibende Seen vor, allerdings lockte nach zwei Kilometern ein Wassersport-Club mit Liegestühlen und Bar doch zu sehr, so dass wir die dortige kleine Pause mit Eis und kühlen Getränken bis in den Nachmittag ausdehnten und lieber schwammen als ruderten. Das erwies sich schließlich auch als gut, denn ein schweres Gewitter zog auf und wir schafften es gerade noch, die Boote im Trockenen zu verladen und zum Campingplatz zurück zu fahren, ehe das Unwetter losbrach. Den letzten Tag unserer Tour nutzten wir noch einmal zur Besichtigung von Berlin. Abends versammelten wir uns alle am Campingplatz und feierten eine gelungene Sommerwanderfahrt. So bleibt nur noch zu sagen - pardon, zu singen: "Nächstes Jahr geht's wieder los, unsre Freude ist riesengroß. Rudern, rudern wollen wir - BRV 1884!"

- Weitere Fotos gibt es für Mitglieder im Fotoalbum! -



Sommerwanderfahrt 2008 auf dem Hochrhein zum Drei-Länder-Eck

Die alljährliche, große Sommerwanderfahrt des BRV führte die Aktiven Ruderer auf den Hochrhein, wo man zwischen Konstanz und Grenzach-Wyhlen 9 schöne und erlebnisreiche Tage verbrachte. Da die Anreise zum Oberrhein Freitagnachmittag begann, dauerte es bis in den späten Abend, ehe alle Teilnehmer den Campingplatz in Schaffhausen - Langwiesen erreichten. Diesen Campingplatz nutzten die Ruderer als sogenanntes "Basislager" bis zum folgenden Dienstag. Nach gemeinsamen Nachtessen und Planungen für den nächsten Tag fielen dann vor allem die jüngeren Teilnehmer doch müde in den wohlverdienten Schlaf. Nach dem gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen konnte die erste Etappe, von Konstanz nach Radolfzell, angegangen werden. In Konstanz begrüßte uns der Hochrhein mit einigen Stromschnellen und in kurzer Zeit waren die Boote im Untersee. Es war ein glasklares Wasser und bis zur Insel Reichenau waren schon einige Ruderer ins Wasser gesprungen - kalt. Nach einer sonnigen Mittagspause ging es über den Gnadensee nach Radolfzell. Am 2. Tag war das Etappenziel der Campingplatz in Schaffhausen. Hört man Schaffhausen, denkt man natürlich sofort an den Rheinfall. Dass man den natürlich umfahren hat, versteht sich von selbst. Am 3. Rudertag ging es dann von Schaffhausen nach Eglisau. Nach einer Besichtigung des Rheinfalls wurden die Boote unterhalb vom Schlösschen Wörth eingesetzt und die Mutigen ruderten etwas Richtung Rheinfall. Den Montagabend verbrachten dann alle zum letzten Mal auf dem Campingplatz in Schaffhausen, denn am Dienstag gab es eine Ruderpause, man "zog um" nach Waldshut, wo man bis zum Rest der Wanderfahrt seine Zelte aufschlug.
Bei Stromkilometer 98 begrüßten die Stromschnellen um die Koblenzer Laufen die Ruderer und mit geschickter Steuertechnik ging es hindurch. Für die Mittagspause wurde je nach Lage in Deutschland oder der Schweiz angehalten und mit einem Stadtrundgang beendet.
Die weiteren Etappen waren dann von Eglisau nach Waldshut, von Waldshut nach Bad Säckingen und von Bad Säckingen nach Grenzach. Hier endete dann die Ruderwanderfahrt, und am nächsten Tag ging es zurück in die Heimat. Die ca. 25 Ruderer, die nicht alle bis zum Schluss bleiben konnten, haben dem BRV einmal mehr wieder eine schöne Erinnerung zu verdanken und der Dank gebührt neben dem Ruderwanderwart G. Ulrich, der nicht teilnehmen konnte, auch allen Anderen, die vor, während und nach der  Tour für einen reibungslosen Ablauf und eine gute, gemeinschaftliche Stimmung sorgten.

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